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Haltung der Farbmäuse (Mus musculus)

 

 


 

(c) Rodenti Shop

Hier finden Sie Tipps zur artgerechten Haltung der Farbmäuse (Mäuse). Dazu gehören auch Satinmäuse, Langhaarmäuse, Angoramäuse, Lockenmäuse und viele andere Zuchtformen (Mäuserassen) der Farbmäuse.

 

Foto links: Satinmäuse; © mausinfo.de

 

© Rodenti e.K., Düsseldorf

 


 

1) Vorwort

 

Mäuse sind sehr soziale Tiere, sie brauchen die Gesellschaft von Artgenossen. Es empfiehlt sich daher, mindestens zwei Farbmäuse oder eine kleine Gruppe anzuschaffen. Bei Weibchen ist die Haltung meist unproblematischer als bei den Männchen. Kommt es zu Rangeleien (z.B. unter zwei Männchen) ist es wichtig, darauf zu achten, dass die gesetzten Duftmarken nicht entfernt werden, denn dies führt zu weiteren Rangkämpfen. Der Käfig sollte nur teilweise gereinigt werden, denn bei einem vollständigen Streuwechsel werden die Duftmarken vermehrt gesetzt, was zur Folge hat, dass der gesamte Käfig stark riecht.

 

TippTipp: Farbmäuse sind sehr flink. Wenn Sie eine Maus einmal in die Hand nehmen möchten, dürfen Sie sie nicht zu feste drücken und auf keinen fall am Schwanz festhalten, da dieser abreißen kann. Locken Sie sie mit einem Leckerlie (z.B. Bananenchip oder eine Rosine) auf Ihre Hand und heben Sie die Hand über oder innerhalb des Käfigs hoch. Die Maus wird sich nicht trauen aus einer hohen Position herunterzuspringen und wird sich an Ihrer Hand festhalten.

 


 

2) Ernährung

 

Farbmäuse sind keine reinen Vegetarier. Sie brauchen eine Mischung aus Körnerfutter, Eiweißfutter, Frischfutter und auch Rohfaser. Eine optimale Futtermischung mit kleinen Körnern und Saaten, speziell für kleine Mäuse bietet das Witte Molen Mausfutter, es enthält auch bereits Fleischstückchen, so dass für den Bedarf an tierischem Eiweiß gesorgt ist.

 

TippTipp: Nutzen Sie ein Häuschen mit abnehmbarem Dach, wie z.B. das Wohnlybyrinth oder eine Mäuseburg die sie aus zwei übereinandergestellten Wohnlabyrinthen erstellen können, damit Sie die gesammelten Vorräte (und die Farbmäuse) täglich kontrollieren können, und entfernen Sie verdorbenes Futter.

 

Eine erwachsene Farbmaus bekommt pro Tag etwa 2 Teelöffel Körnerfutter. Zusätzlich zum Mausfutter kann man der Maus 2-3 mal wöchentlich zusätzlich etwas Naturquark, Gammarus (getrocknete Bachflohkrebse) o.ä. geben. Auch Mehlwürmer und Steppengrillen oder Heimchen sind geeignete Eiweißquellen. Als Abwechslung bietet es sich an, das Mausfutter mit dem Witte Molen Zwerghamsterfutter zu mischen, das ebenfalls wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten hat.

 

Sehr vorsichtig sollte man fettreiches Körnerfutter verfüttern, wie Sonnenblumenkerne und alle Nusssorten. Sie sind sehr beliebt, sollten aber nicht in großen Mengen angeboten werden. Außerdem können Sie 2-3 mal Frischfutter in Form von Salatgurke, Karotte, Apfel oder Paprika u.ä. geben. Nach 24 Std. sollte das Nest der Mäuse kontrolliert und Reste an Frischfutter entfernt werden. Des weiteren brauchen Mäuse etwas Heu zum Fressen aber auch zum Nestbau oder einfach als Versteck. Getrocknete Kräuter, wie z.B. die YES Kräutermischung sind ebenfalls eine willkommene Abwechslung. Zusätzlich  brauchen Mäuse etwas zum Nagen. Dazu eignen sich Zweige von Obstbäumen, Nussbäumen oder Buchen. Mineralien und Vitamine nehmen Mäuse über die Nahrung auf. Auf zuckerhaltige Leckerlis wie Knabberstangen, Drops und ähnliches sollten Sie verzichten, da diese zu Verdauungsstörungen und Karies führen können, besser sind die zuckerfreien Leckerlis im Rodenti-Shop, wie getrocknete Bananen, Kolbenhirseblüten und Löwenzahn.

 

Farbmäuse sollten immer frisches Trinkwasser zur Verfügung haben.

 

 


 

3) Haltung

 

Die Mindestgröße eines Käfigs für 2 Mäuse ist 60 mal 30, besser noch 80 mal 40 cm. Für eine kleine Gruppe eignet sich ein Rattenkäfig in der Größe 100 mal 50 cm. Der Gitterabstand sollte 0,5 cm nicht überschreiten, da junge Mäuse ansonsten weglaufen können. Der Käfig darf ruhig etwas höher sein, da Mäuse sehr gute Kletterer sind.

 

Als Grundlage der Einrichtung wird in der Regel Kleintierstreu verwendet. Um eine Staubbildung zu vermeiden, kann man die normale Holzstreu ersetzen durch das Hugro Naturstreu. Diese Einstreu ist nicht nur für die Nagetiere, sondern auch für die Verbesserung des Klimas im Wohnraum interessant, da viele Menschen empfindlich auf die feinen Stäube reagieren die mit normaler Holzeinstreu verbunden ist.

 

Die Mäuse freuen sich über mehrere Höhlen, die aus unterschiedlichen Materialien (Kork, Holz, Ton) bestehen können. Dazu eignen sich ganz hervorragend die Rocki-Felsen von Rodenti und auch das Wohnlabyrinth. Stellt man mehrere Wohnlabyrinthe (z.B. zwei oder drei Stück) übereinander, so entsteht eine große Spielburg, die ein Gangsystem erzeugt, was den Entdeckerdrang der Mäuse erweckt und die Intelligenz der Mäuse herausfordert. Durch mehrere Rocki-Felsen entsteht ebenfalls ein natürliches Höhlensystem, das sehr natürlich aussieht und den Farbmäusen gut gefällt. Durch die intelligente Konstruktion sind die Rocki-Felsen atmungsaktiv und trotzdem leicht zu reinigen (Innenseite abwaschbar). Außerdem ist die Außenfläche so konstruiert, dass Farbmäuse ihre wachsenden Krallen pflegen können. Er wurde speziell für Farbmäuse und andere Kleinsäuger entwickelt.

 

TippTipp: Zwischenetagen kann man z.B. mit der Vario-Knabberbrücke verbinden. Zwischenböden können geschützt werden mit der Hugro-Hanfmatte. Diese hat zusätzlich den Vorteil, dass sie Ungeziefer fernhält und als Nistmaterial verwendet werden kann.

 

Einrichtungsgegenstände, wie Zweige, die Rodenti-Knabberbrücke oder Sisaleile können nicht nur auf den Boden gestellt sondern mit etwas Phantasie auch an der Decke befestigt werden. Bei Farbmäuse kann man den gesamten Raum des Käfigs ausnutzen, da die Mäuse sich darin sehr gut bewegen können. Gut eignen sich auch Zwischenböden oder befestigte Röhren, in denen sich die Mäuse ausruhen können.

 

Frische Zweige von Obstbäumen oder Nussbäumen dienen als zusätzliches Knabberangebot und werden zum Klettern sehr gerne benutzt. Zwischenböden aus Gitter sollten abgedeckt werden, damit sich die Mäuse nicht an dem Gitter verletzen können. Dazu eignet sich hervorragend das Hugro Nagerfloor.  Es hat zusätzlich den Vorteil, dass es ungewieferabweisen ist. Außerdem kann es genutzt werden, um Holzzwischenböden abzudecken oder auch unter das Wodent-Laufrad gestellt werden.

 

Auch ein tierschutzgerechtes (!) Laufrad sollte einen Platz im Mäusekäfig finden. Optimal ist eine Laufradgröße von 25-30 cm (Durchmesser). Für Farbmäuse eignet sich am besten das Wodent Wheel, da es sehr leise und langlebig ist und außerdem leicht gereinigt werden kann. Wissenschaftler am Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien haben sogar festgestellt, dass Mäuse, die sich körperlich betätigen (freiwillige Betätigung), mehr Gehirnzellen besitzen und schneller lernen als ihre bewegungsarm lebenden Artgenossen.

 

Farbmäuse lieben Röhren und Gegenstände, die sie annagen können, wie z.B. die Rodenti Knabberbrücke oder Äste sowie auch Pappröhren, oder Röhren aus anderem Naturmaterial. Da die Zähne dieser kleinen Nager ständig nachwachsen, brauchen sie immer Nagematerial mit dem sie ihre Zähne abnutzen können, so dass sie nicht zu lang werden, was gesundheitliche Probleme mit sich führen würde.

 

 


 

4) Zähmung

 

Farbmäuse sind anfangs oft sehr ängstlich und scheu. Wenn Sie merken, dass eine Maus zittert, nehmen Sie sie nicht aus dem Käfig heraus. Mit gesunden (!) Leckerlis bringt man die Maus dazu, Ihnen aus der Hand zu fressen und mit etwas Geduld wird sich die neugierige Maus auch auf Ihre Hand trauen. Beobachten Sie das Tier immer wieder. Wenn es anfängt zu zittern, muss es zurück in den vertrauten Käfig. Mit der Zeit siegt aber in der Regel die Neugier und wenn das Tier einmal Vertrauen gefasst hat, wird eine Farbmaus schnell zahm.

 

TippTipp: Falls Ihre Farbmaus einmal entwischt können Sie im Fachhandel Lebendfallen erwerben. Aber auch ein sauberer und glatter Eimer zu dem eine Rampe führt ist oft schon ausreichend. Die Maus hüpft in den Eimer (in dem ein wohlriechender Köder liegt) und kann nicht mehr entkommen. Dazu sollte der Eimer mindestens 30 cm hoch sein. Bitte kontrollieren Sie die Fallen mehrmals täglich.

   

 


 

5) Gesundheit

 

Bei artgerechter Haltung und gesunder Ernährung bleiben Farbmäuse lange gesund. Eine Ganratie gibt es jedoch nicht, deshalb sollte man täglich einen Gesundheitscheck durchführen. Täglich sollten Sie die Mäuse beobachten. Kommen sie wie gewohnt zum Futternapf, fressen sie? Bewegen sie sich wie üblich? Sind die Augen klar? Ist das Fell schön glänzend? Verhalten sich die Tiere anders als sonst? Haben sie Durchfall oder einen verklebten Hinterleib? Sollte eine Ihrer Mäuse Augenprobleme haben, könnte das durch staubige Einstreu hervorgerufen werden. Deshalb bietet es sich an, eine staubfreie Einstreu, wie z.B. das Hugro Naturstreu zu verwenden. Sie hat zusätzlich den Vorteil, dass Ungeziefer ferngehalten wird.

 

Sollten Sie Auffälligkeiten (z.B. auch pfeifende Atemgeräusche) entdecken, könnte es sich um erste Krankheitsanzeichen handeln. Dann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, denn je früher der kleine Nager untersucht wird umso größer ist die Chance, dass er nicht schlimmer krank wird.

 

TippTipp: Fotos von gesunden und kranken Tieren, sowie weitere Informationen finden Sie im Service-Bereich unter "Gesundheits-Check".

 

 


 

 

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