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Haltung der Zwerghamster (Phodopus
und Cricetulus)
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Hier
finden Sie Tipps zur artgerechten Haltung der Zwerghamster.
Dazu gehören der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus
sungorus), der Campbell Zwerghamster (Phodopus campbelli),
der Roborowski Zwerghamster (Phodopus roborowskii) und
der Chinesische Streifenhamster (Cricetulus griseus).
Foto rechts: Campbell Zwerghamster |

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© Rodenti e.K., Düsseldorf
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Es gibt verschiedene Zwerghamsterarten.
In der Heimtierhaltung kommen aber meist nur vier Zwerghamsterarten
vor, und zwar der Dsungarische Zwerghamster, der Campbell
Zwerghamster, der Roborowski Zwerghamster sowie der
Chinesische Streifenhamster. Alle Hamster sind
tendenziell Einzelgänger. Sie haben allerdings
unterschiedliche Solitarisierungsphasen. Bei vielen
Zwerghamsterarten verstehen sich die Tiere länger
als Goldhamster, bei wenigen klappt es sogar ein Leben
lang, allerdings kann es auch nach Monaten noch zu bösen
Streitereien unter den Zwerghamstern kommen, so dass
insbesondere für Zwerghamsteranfänger die
Einzelhaltung vorzuziehen ist. Beim Kauf von zwei Tieren
sollte unbedingt ein Ausweichkäfig für den
Notfall vorhanden sein.
Zwerghamster sind sehr saubere Tiere.
Bei kranken Zwerghamstern oder Tieren, die sich nicht
wohlfühlen (z.B. bei zwei streitenden Zwerghamstern)
kann es zu einer Geruchsbildung kommen. Zwerghamster
sind im Gegensatz zu ihrem größeren Verwandten,
dem Goldhamster, nicht streng nachtaktiv. Sie passen
sich etwas stärker den Lebensgewohnheiten des Menschen
an. Sie orientieren sich hauptsächlich über
ihren sehr gut ausgeprägten Geruchs- und Tastsinn
sowie über ihr Gehör.
Tipp: Zwerghamster
sind rotblind. Falls Ihr Zwerghamster sehr scheu ist
(das ist meist in der Eingewöhnungsphase der Fall),
können Sie ihn mit einer roten Lichtquelle (keine
Infrarot-Lampe!) im ansonsten abgedunkelten Zimmer beobachten
ohne dass er sich gestört fühlt.
Insbesondere die kleinen Roborowski
Zwerghamster brauchen eine lange Eingewöhnungszeit
und sind hervorragende Beobachtungsobjekte, die sich
nur ungerne anfassen lassen.
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Da Zwerghamster keine reinen Vegetarier
(wie z.B. Meerscheinchen, Chinchillas oder Kaninchen)
sind, brauchen sie eine Mischung aus Körnerfutter,
tierisches Eiweißfutter, Frischfutter und auch
Rohfaser (z.B. in Heu und Kräutern enthalten).
Der Bedarf an tierischem Eiweiß ist bei Zwerghamstern
noch höher als bei Goldhamstern. Das WitteMolen Premium Zwerghamsterfutter
ist auf den Bedarf der Zwerghamster abgestimmt und enthält
als tierische Eiweißquelle getrocknete Heimchen
und andere Insekten sowie Fleischstückchen.
Sollte man anderes Futter verwenden,
kann man dem Hamster 2-3 mal wöchentlich zusätzlich
etwas Naturquark, getrocknete oder lebende Insekten,
Gammarus (getrocknete Bachflohkrebse) o.ä. geben.
Die Menge des Futters, die ein Goldhamster
am Tag benötigt, hängt von Größe
und Gewicht des Tieres ab, liegt aber etwa bei 1TL Körnerfutter.
Tipp: Nutzen
Sie ein Häuschen mit abnehmbarem Dach, wie z.B.
das Nagerhaus
Goldi oder das Wohnlabyrinth,
damit Sie die gesammelten Vorräte (und den Zwerghamster)
täglich kontrollieren können, und entfernen
Sie verdorbenes Futter.
Außerdem können Sie 2-3
mal Frischfutter geben, geeignet sind Obst (außer
Zitrusfrüchten) und Gemüse (außer Kohlsorten).
Sehr beliebt sind Melone, Salatgurke, Karotte, Apfel
oder Paprika u.ä. Nach 24 Std. sollte das Nest
des Zwerghamsters kontrolliert und Reste an Frischfutter
entfernt werden. Dazu eignet sich ein Haus mit abnehmbarem
Dach, wie z.B. das Wohnlabyrinth.
Tipp: Wenn Sie
das Grünfutter selbst ziehen, wie bei der Nagergrün Oase oder der gesunden
Kräuterwiese,
können Sie die bepflanzte Schale einfach in den
Käfig oder den Auslauf stellen.
An Rohfaser braucht der Zwerghamster
etwas Heu und getrocknete Kräuter. Eine Kräutermischung sowie getrockneten
Kräuter-Fit
Löwenzahn finden Sie im Rodenti-Shop. Das Heu
nimmt der Hamster häufig nicht nur als Nahrungsquelle
sondern er baut sich auch ein schönes Nest daraus.
Das WitteMolen
Premium Zwerghamsterfutter kann man hervorragend
mit dem Premium Mäusefutter von Witte Molen
für Zwerghamster und auch Mäuse mischen. Das
Mäusefutter
enthält viele kleine Saaten, die besonders für
Roborowski Zwerghamster, aber auch alle anderen Zwerghamsterarten
zu empfehlen sind. Da Zwerghamster zu den Nagetieren
gehören, deren Zähne ständig nachwachsen,
brauchen sie etwas zum Nagen. Dazu eignen sich Zweige
von Obstbäumen, Nussbäumen oder Buchen, wie
auch die Rodenti-Knabberbrücke.
Diese Knabberbrücke eignet sich hervorragend zum
Abnutzen der ständig nachwachsenden Schneidezähne
bei Hamstern. Mineralien nimmt ein Hamster über
die Nahrung auf. Auf farbrikzuckerhaltige Leckerlis
wie Knabberstangen, Drops und ähnliches sollten
Sie verzichten, das diese zu Verdauungsstörungen
und Karies führen können. Alternative Leckerlis
wie zum Beispiel Nagergold,
Bananenchips,
Feldkräuter,
Löwenzahn,
Kolbenirse
und Nagergrün
finden Sie im Rodenti-Shop. Fettreiches Futter, wie
Sonnenblumenkerne oder Nüsse sollten sparsam verfüttert
werden.
Bitte denken Sie daran das Trinkwasser
täglich zu wechseln.
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Wichtig ist, dass das Zwerghamsterheim
für den Zwerghamster eine große Grundfläche
(80 x 40 cm oder größer) hat. Zwerghamster
können zwar gut in die Höhe klettern, jedoch
sind die kleinen Nager bei dem Herunterklettern weniger
geschickt und lassen sich oft fallen. Bitte achten Sie
daher auf kurze Falldistanzen, indem Sie in hohe Käfige
Zwischenetagen (aus Holz) einbauen.
Tipp: Zwischenetagen
kann man z.B. mit der Vario-Knabberbrücke verbinden.
Der Steigungswinkel der "Treppe" sollte 40°
nicht überschreiten. Der Abstand der Etagen zueinander
sollte nicht höher als 30 cm sein.
Tipp: Zwischenböden
können geschützt werden mit der Hugro-Hanfmatte. Diese hat zusätzlich
den Vorteil, dass sie Ungeziefer fernhält und als
Nistmaterial verwendet werden kann.
Als Grundlage der Einrichtung wird
in der Regel Kleintierstreu oder Hanfstreu, wie z.B.
das Hugro
Naturstreu verwendet. Da Zwerghamster in der Natur
mehrere Höhlen innerhalb ihres Baus anlegen (Schlafhöhle,
Speisehöhle, Toilettenhöhle) sollte man ihnen
auch im Hamsterheim mehrere Höhlen anbieten. Diese
können aus unterschiedlichen natürlichen Materialien,
wie Holz, Ton oder auch Kork bestehen. Weiterhin müssen
Zwerghamster in der Natur relativ weite Strecken bei
ihrer Nahrungssuche zurücklegen, so dass täglicher
Auslauf und ein tierschutzgerechtes (!) Laufrad wie
z.B. das Wodent
Wheel, das Robo
Wheel oder das Rodenti Holzlaufrad wichtig sind.
Ein Laufrad ersetzt weder einen geräumigen Käfig
noch den Auslauf im Freigehege. Wenn Sie Schwierigkeiten
haben sollten einen großen Käfig für
Ihren Zwerghamster in Ihre Nähe zu finden, können
Sie mit wenig Aufwand auch selbst einen Käfig bauen.
Eine Bauanleitung finden sie im Service-Bereich unter
"Bauanleitung
Käfig".
Gitterboden ist absolut zu vermeiden,
die Hamster können auf dem Gitter nicht laufen.
Zwischenetagen aus Gitter sollte man abdecken, entweder
mit einem zugeschnittenen Stück Holz oder z.B.
der Hugro
Hanfmatte. Sie hat zusätzlich den Vorteil,
dass sie ungezieferabweisend ist und als Nistmaterial
verwendet werden kann.
Zwerghamster brauchen zu ihrer Fellpflege
eine Schale
mit Chinchillasand.
Wichtig ist, dass der Sand aus gemahlenem Bimsstein
besteht und keine Scharfen Kanten oder sonstige Zusätze
hat.
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Der Auslauf ist sehr sehr wichtig
für den Zwerghamster. Nach Möglichkeit sollte
man dem Hamster jeden Abend mindestens eine Stunde Auslauf
gewähren. Dabei gibt es aber manche Gefahrenstellen,
die von vornherein beseitigt werden müssen: Kabel,
Schränke, offene Türen, Pflanzen, Wasserbehälter,
spitze Gegenstände auf dem Boden, Fußtritte,
u.ä. Für Zwerghamster kann man mit vier Holzbrettern
selbst einen Auslauf basteln, im Handel erhältliche
Gitter-Ausläufe sind für Zwerghamster geeignet,
aufpassen sollte man jedoch bei sehr jungen Zwerghamstern
(bis ca. 12 Wochen), denn sie können durch die
Gitterstäbe des Auslaufs entweichen.
Die Dauer des Auslaufes richtet sich
oft nach Ihrer Zeit und dem Platz. Es gibt auch die
Möglichkeit, einen Auslauf so zu gestalten, dass
der Hamster von alleine aus dem Käfig in den Auslauf
und wieder zurück findet.
Tipp: Falls Ihr
Zwerghamster einmal entwischt, können Sie im Fachhandel
Lebendfallen erwerben. Aber auch ein sauberer Eimer
zu dem eine Rampe führt ist oft schon ausreichend.
Der Hamster hüpft in den Eimer (in dem ein wohlriechender
Köder liegt) und kann nicht mehr entkommen. Dazu
sollte der Eimer mindestens 25 cm hoch sein. Bitte kontrollieren
Sie die Fallen mehrmals täglich.
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Bei artgerechter Haltung und gesunder
Ernährung bleiben viele Zwerghamster lange gesund.
Eine Ganratie gibt es jedoch nicht, deshalb sollte man
täglich einen Gesundheitscheck
durchführen. Täglich sollten Sie den Hamster
beobachten. Kommt er wie gewohnt zum Futternapf, frisst
er? Bewegt er sich wie üblich? Sind die Augen klar?
Ist das Fell schön glänzend? Verhält
sich das Tier anders als sonst? Hat es Durchfall oder
einen verklebten Hinterleib? Sollte Ihr Hamster Augenprobleme
haben, könnte das durch staubige Einstreu hervorgerufen
werden. Deshalb bietet es sich an, eine staubfreie Einstreu,
wie z.B. das Hugro
Naturstreu zu verwenden. Sie hat zusätzlich
den Vorteil, dass Ungeziefer ferngehalten wird.
Sollten Sie Auffälligkeiten
entdecken, könnte es sich um erste Krankheitsanzeichen
handeln. Dann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen,
denn je früher der kleine Nager untersucht wird
umso größer ist die Chance, dass er nicht
schlimmer krank wird.
Kranke Hamster (insbesondere nach
Operationen, bei Wunden oder Durchfall sowie Augenproblemen
u.ä.) sollten aus hygienischen Gründen nicht
auf Streu gehalten werden. Streu und Sand sollten entfernt
und durch Zellstoff oder die Hugro Nagerfloor Hanfmatten ersetzt
werden.
Tipp: Fotos von
gesunden und kranken Tieren, sowie weitere Informationen
finden Sie im Service-Bereich unter "Gesundheits-Check".
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©
Rodenti Heimtierzubehör, Düsseldorf
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